Die Welt ist nie so wie sie ist...

Die Welt ist immer so, wie wir sie wahrnehmen

... und plötzlich scheint die Sonne nur für die Anderen ....

 

Unser Leben verläuft nie geradlinig. Von einem Tag auf den anderen können wir den Boden unter den Füßen verlieren. Die Trennung vom Partner, der Jobwechsel, eine Krankheit, ein Unfall oder der Verlust eines geliebten Menschen....

Plötzlich ist nichts mehr so wie es war....

 

Aber auch wenn alles "normal" läuft, fühlen sich viele von uns leer und ausgelaugt. Durch die wachsenden Herausforderungen in unserem Alltag, Zeitmangel und das Gefühl von Stress erlebt man sich wie ein Hamster im Rad.

In all diesen Situationen verliert man sich oft in Gedanken, Ängsten, Sorgen und Ärger. Die Emotionen wühlen das Wasser der Seele auf und der Blick in die Tiefe ist uns verstellt. Doch wie sollen wir leben und Entscheidungen treffen, wenn wir gleichsam von unserer "inneren Führung" abgeschnitten sind?

Um unsere innere Stimme wieder hören zu können, geht es zunächst darum für Abstand zu sorgen. Innezuhalten und innerlich zurückzutreten in einen Raum, in dem wir frei sind von Abwehr und Vorstellungen. Von dort aus haben wir direkten Zugang zu unserem inneren Kompass und spüren, was der nächste stimmige Schritt ist.

 

Aus diesem Verständnis heraus arbeite ich mit drei folgenden Grundformen spiritueller Praxis:


Inneres Erforschen

 

Inneres Erforschen ist nicht nur eine neue Form der Psychotherapie sondern eine Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes "beseelt" zu leben.

 

Beim "inneren Erforschen" wird unsere Aufmerksamkeit auf die schöpferische Lebendigkeit unserer Seele gerichtet. Dieser Vorgang ist weniger eine aktive Suche als vielmehr eine innere Empfänglichkeit für das, was uns JETZT, in diesem Moment anzieht. Was immer uns ruft, wir folgen ihm mit unserer Aufmerksamkeit und lassen uns dort nieder. Es ist, als ob uns die Seele die Hand reicht und sagt: "Komm, greif zu. Vertraue und folge mir."

 

Dies kann jedoch nur geschehen, wenn wir uns wirklich anvertrauen. Dabei folgen wir nicht  unseren Vorstellungen und Erwartungen, sondern lauschen möglichst unvoreingenommen der gegenwärtigen Erfahrung - und der Weisheit unserer Seele.


Stille Meditation

Das Leben bietet uns seine Weisheit großzügig dar.

Alles lehrt uns - wir müssen nur wach und aufmerksam bleiben.

 

Von außen betrachtet ist die Meditation eine bestimmte Form, die wir einnehmen um in unsere Mitte zu kommen und Ruhe und Klarheit zu finden. Vor allem ist sie aber ein offenes "Gewahr-Sein" - der unbegrenzte und absichtslose Raum des Bewusstseins, der alles umfasst und doch von allem unberührt bleibt. Alles kommt und geht, aber der Raum des Gewahrseins besteht immer.

 

Das Herzstück jeder Meditation ist die Hinwendung zur Gegenwart. Wir beziehen uns auf den konktreten Augenblick - und nicht auf unsere Wünsche und Vorstellungen.  Vollkommen unbedingt, unvoreingenommen, offen und annehmend - mit dem sein, was ist. Das Angenehme genauso wie das Unangenehme, das Erwünschte wie das Unerwünschte. Mit dem scheinbar "Falschen" wie mit dem scheinbar "Richtigen" - wir öffnen uns allem was ist - wir öffnen uns dem Leben gegenüber.


Zuhören

 

Die Praxisform des "Zuhörens" ist ein Ausdruck unserer Verbundenheit und hat die Kraft, uns und unsere Beziehungen zu verwandeln. Auch hier geht es um ein feines "Lauschen" - offen, präsent und ohne zu bewerten.

 

Egal wieviele Kurse ich besuche, es bleibt die Erkenntnis, dass ich im Grunde oft nicht weiß, was nötig ist, aber - und das ich noch überraschender - dass ich es auch nicht wissen muss:

 

Wenn ich jemandem aufmerksam zuhöre, seinem innersten Selbst - oder dem, was man wohl Seele nennt - erlebe ich oft, dass dieser Mensch auf seiner tiefsten und unbewusstesten Ebene bereits spürt, in welcher Richtung seine Heilung und seine Ganzheit zu finden sind.