Massage als spirituelle praxis - oder Yoga für Faule....

nuad phaen boran

 

Für alle, die gerne "gedrückt" werden....

 

Nuad Phaen Boran ist der Gegenpol zu Cranio. Die beiden sind für mich persönlich wie "Yin" und "Yang" - und ergänzen sich somit ganz wundervoll!

 

Im Gegensatz zu den sehr feinen Berührungen bei "Cranio" ist "Nuad" etwas "handfester". Durch leichtes drücken und pressen der "sib sen" (= zehn Energielinien) werden neben den Energiefenstern und -linien auch Muskeln, Nerven, Blutgefäße, Lymphbahnen und Gelenke bearbeitet.

 

Die "Nuad-Behandlung" unterstützt den ungestörten "Prana"(=Energie)-Fluss und sorgt somit für ein besseres Wohlbefinden. Auch ohne Beschwerden wird diese Massage gern genossen, da man sich danach erfrischt, belebt und gestärkt fühlt.

Sib sen - die zehn Energielinien

 

Ziel der Nuad-Massage ist es, die Balance zwischen "Yin" und "Yang" zu erhalten oder wieder herzustellen. Dies wird über Stimulation, also Drücken oder Pressen von entsprechenden Punkten oder Energielinien angestrebt. Diese Energielinien unterteilen sich wieder in feinere Netze. Sie verbinden die Organe, "Transportsysteme" sowie Nerven und die Psyche miteinander und "verweben" den gesamten Körper.

 

So entsteht aus vielen Einzelteilen ein großes Ganzes. Dabei wird  auch Einfluss auf die Muskulatur, Gelenke, die Blut-, Lymph und Nervenbahnen genommen und somit eine vielschichtige ´Wirkung erreicht.


Metta - die liebende Güte

 

Blickt man auf die jahrtausende alte Tradition von Nuad Phaen Boran zurück, so wurde diese nie als Arbeit, sondern immer als spirituelle Praxis gesehen. Das Geben dieser Massage war angewandte "Metta" - der im Buddhismus gebräuchliche Begriff für "liebende Güte". Ein guter Nuad-Masseur arbeitet auch heute noch in diesem Geiste. Er nimmt wärend der Massage eine meditative Haltung ein und arbeitet aufmerksam, achtsam und konzentriert im Schweigen.

Das Erlebnis einer solchen Massage erinnert daran, dass heilsame Medizin den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes "berühren" sollte.



Yoga für Faule

 

Traditionell fließen in eine Nuad-Behandlung auch Dehnungen und Übungen aus dem Yoga mit ein. Der Masseur wendet dabei sozusagen verschiedene Yoga-Übungen am Klienten an, weshalb manche auch die treffende Bezeichnung "Yoga-Massage" wählen. Dies wiederum hat Nuad Phaen Boran den Spitznamen "Yoga des faulen Menschen" eingebracht.

 

Nichts desto Trotz wissen die Thailänder um den positiven Effekt und gehen regelmäßig zur Massage. Würden die westliche Welt dieses Verhalten übernehmen, könnten das tägliche Stressempfinden und diverse Krankheiten deutlich reduziert werden.